Lesung auf dem Hof Hesselmann

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Münstersche Zeitung / Artikel vom 3.12.2013

Rave-Schneider: „Der Bursche kann schreiben“
Lesung auf dem Hof Hesselmann

Mecklenbeck: Gleich zehn Bücher hat Renate
Rave-Schneider mitgebracht. Gleich beginnt
auf dem Hof Hesselmann ihre Lesung.
Rave-Schneider kennt sich aus mit schön-
geistiger Literatur. Dabei hatte sie einmal einen
ganz anderen Weg eingeschlagen: „Ich habe
Jura studiert:“ Doch dann sattelte sie auf
Publizistik um. Viel Neues hat sie seit 1994 an-
gepackt. So gründete sie die münstersche
Literaturzeitung „Stadtindianer“. die Geschich-
ten ihrer Leser aufnahm. Auch die Frauen-Litera-
turgruppe „Blaue Feder“ rief sie ins Leben.

Leseproben ihrer mitgebrachten Bücher sollen
heute zur Diskussion anregen, im neuen Jahr
soll es dann eine Schreibwerkstatt auf dem Hof
Hesselmann geben. Zunächst stellt sie einen
ihrer Ansicht nach sehr gelungenen Roman vor:
„Wenn das Schlachten vorbei ist“ von T.C. Boyle.
In dem Roman geht es um einen fiktiven, apokalyp-
tischen Kampf zwischen Umwelt- und radikalen
Tierschützern. Nicht nur der Inhalt, auch der Stil
hat Rave-Schneider überzeugt: “ Der Bursche
kann schreiben“.

Keine Bildung

Der Bestseller „Der Hals der Giraffe“ von Judith
Schalansky kam bei ihr dagegen nicht gut an.
„Das ständige Wiederholen des Darwin-Thema
hat mich gelangweilt“, sagt sie. Die Protagonistin,
eine Biologie-Lehrerin in Vorpommern, die ihren
Schülern die Naturgesetze, aber auch die darwinistische
Naturlehre beibringen will, reiche noch nicht aus,
damit die Geschichte tatsächlich auch als Bildungs-
roman durchginge, so Rave-Schneider weiter.

Wie man es besser machen kann, will sie selber
zeigen. In einem Workshop, der das Schreiben
von Erzählungen und Momentaufnahmen zum
Thema haben soll. Erster Termin ist der 25. Januar
von 11 bis 13 Uhr im Hof Hesselmann.
Weitere Informationen unter Telefon usw.

Siegmund Natschke

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